Mittwoch, 16. Mai 2018

BEBEK-Impuls 2018

Herzliche Einladung zum BEBEK Impuls Abend mit Mag. Dr. Sabine Strauß: "Spielerisches Lernen - was steckt dahinter?" am 05.06.2018 in St. Veit an der Glan.
Wir freuen uns auf einen spannenden Abend und regen Austausch!





Sonntag, 25. Februar 2018

Liebe BEBEK-Mitglieder, liebe Interessenten,
mit Interesse verfolgen wir den aktuellen Wahlkampf.

Da immer mehr Kinder immer früher einen Großteil ihres Tages in Institutionen verbringen, ist für uns die Frage nach der Qualität und den dort vorherrschenden Rahmenbedingungen wesentlich für die Ermöglichung früher Bildungs- und Entwicklungsprozesse.
Aufgrund zu großer Gruppen, zu wenig Personal, dem Mangel an Vor- und Nachbereitungszeit und fehlender Supervision entsteht sowohl für die Kinder als auch für die PädagogInnen und KleinkinderzieherInnen eine große Belastung.
Finanziell sieht sich so gut wie kein öffentlicher oder privater Träger in der Lage hier über die Mindestanforderungen des Gesetzes hinaus zu gehen.
Dies und die Tatsache, dass Ausbildungsniveau und Entlohnung in keinem Verhältnis zu den Anforderungen und der Verantwortung stehen, sind Probleme des elementaren Bildungsbereiches in Kärnten.

Als Berufsgruppe interessiert uns vorrangig,

- welche Maßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Kinder und die PädagogInnen/KleinkinderzieherInnen in Kinderbildungs- und Betreuungsinstitutionen die einzelnen Parteien/Bewegungen planen
- inwiefern diese eine Professionalisierung für ElementarpädagogInnen auf tertiärem Niveau und eine damit einhergehende höhere Entlohnung unterstützen
-die Parteien/Bewegungen eine bessere Finanzierung des elementaren Bildungssektors (inklusive eines angemessenen Fördermodells für Tagesstätten und für Tagesmütter und -väter) planen.

Auf Anfrage an alle Parteien, erhielten wir folgende vier Rückmeldungen (Link anklicken zum download): 



Mittwoch, 10. Januar 2018

1. Tag der Elementarbildung am 24.01.2018

Liebe BEBEK-Mitglieder, Liebe Interessenten!

Der 24.1. rückt näher und damit der 1. Tag der Elementarbildung.
Als Berufsgruppe haben wir ein Plakat für diesen Tag entworfen (Plakat-download).
Ebenso ist auch noch eine Presseaussendung zum Tag der Elementarbildung geplant. Wir hoffen auf mediales Echo.

Ausgerufen wurde der 24.1. als Tag der Elementarbildung vom Österreichischen Berufsverband der Kindergarten- und HortpädagogInnen - nähere Infos dazu unter:
http://www.oedkh.at/html/elementarbildung.html

Machen wir die Bedeutung der Elementarbildung gemeinsam sichtbar -
vielen Dank für eure Unterstützung!

Mit lieben Grüßen,
euer BEBEK-Vorstandsteam

Sonntag, 24. September 2017

Stellungnahme zum OGH-Urteil zur Aufsichtspflicht im Kindergarten

Als Berufsgruppe, die vor allem kärntenweit agiert, möchten wir gerne zu der Entscheidung, die Seitens des OGH gefallen ist unsere Verwunderung und unsere Bedenken äußern:

Ein Unfall im Kindergarten ist immer ein Ereignis welches Kinder, Eltern und PädagogInnen nachhaltig beschäftigt und Folgen in dem Sinne hat, dass die Situation reflektiert und in Zukunft versucht wird, mehr Sicherheit zu gewährleisten.
Dieser spezielle Unfall und das daraus resultierende Urteil hat für alle PädagogInnen und BetreuerInnen schwerwiegende Folgen: immer kleiner wird der Handlungsspielraum in dem PädagogInnen (ver)sicher(t) sind im alltäglichen Tun mit den ihnen anvertrauten Kindern. Wer geht noch beruhigt in den Wald? Wer macht Ausflüge oder lässt den Kindern im Garten Bewegungsfreiheit, wenn man das Gericht und das Thema der „Aufsichtspflicht“ regelrecht im Nacken sitzen hat?

Genau wegen solchen Urteilen, die nicht das Vertrauen und die Beziehung einer PädagogIn zum Kind in den Mittelpunkt stellen, sowie die Aufforderung zur Selbständigkeit, sondern ein rein zweckorientiertes Handeln ohne individuelle Gestaltungsmöglichkeit voraussetzen, werden die PädagogInnen mehr und mehr verunsichert und zur Zielscheibe fragwürdiger, vielleicht sogar persönlicher Anschuldigungen durch Dritte.

Daher brauchen wir:
  • ein rasches UMSETZEN von zeitgemäßen Rahmenbedingungen, die für die gesamte Bildungsarbeit förderlich sind, wie eine seit Jahren ausreichend begründete günstige Kind-PädagogIn-Relation: 1 PädagogIn für 7-8 Kinder zwischen 3-6 Jahren, sowie 1 PädagogIn für 3-4 Kinder unter 3 Jahren
  • einen gesetzlich verankerten Rechtsschutz für PädagogInnen, KleinkinderzieherInnen, Tagesmütter und Tagesväter
  • Eltern, die MIT PädagogInnen ZUSAMMENARBEITEN, und gemeinsam die Verantwortung für das Kind tragen

Diese Forderungen sind angebracht und notwendig weil Menschen, in erster Linie Frauen, den familienergänzenden Bildungs- und Betreuungsauftrag mit viel Enthusiasmus, Freude, Hingabe und Liebe zu den Kindern schon seit Jahrzehnten erfüllen, und jetzt nach dem OGH-Urteil nicht durch Angst vor rechtlichen Konsequenzen in ihrem Handeln eingeschränkt werden dürfen. Dieses Urteil ist kein Beitrag zum Wohle der Kinder, sondern ein weiterer Schritt in eine abgesicherte, vollüberwachte, unselbständige und unbewegliche Kinderwelt!

Freitag, 26. Mai 2017

Rückblick zur Fachtagung am 20.05.2017

Unsere erste elementarpädagogische Fachtagung war mit 170 Pädagoginnen und Pädagogen aus dem elementaren Bildungsbereich sehr gut besucht. Zu Beginn erzählte Beatrix Bluder, unsere Vorstandsvorsitzende, wie der Wunsch eine eigene Fachtagung zu veranstalten entstand. Im Mittelpunkt der Tagung sollte eine fachlich fundierte Auseinandersetzung mit der Frage stehen, wie ich in meiner Arbeit Handlungsfreiräume für mich und für die Kinder schaffen und nutzen kann. 
Eröffnet wurde mit Grußworten von LAbg. Ines Obex-Mischitz in Vertretung für LH Dr. Peter Kaiser, Direktorin der BAfEP Mag. Marisa Krenn-Wache und Dr. Sabine Strauß von der PH Kärnten.

Im ersten Hauptvortrag von MMag. Birgit Hartel vom Charlotte Bühler Institut wurde die Bedeutung von Selbstbestimmung für die gesunde Entwicklung der Kinder herausgearbeitet und aufgezeigt, wie wir diese im pädagogischen Alltag ermöglichen können. Die Folien zum Vortrag können unter folgendem Link heruntergeladen werden: Selbstbestimmung! - Ein Merkmal pädagogischer Qualität.

Danach verdeutlichte Dr. Karin Kaiser-Rottensteiner die Notwendigkeit der Selbstfürsorge im pädagogischen Beruf und beschrieb, wie diese Selbstfürsorge zu erreichen ist. Im Zuge dessen forderte sie die Möglichkeit der Supervision für alle Pädagogen und Pädagoginnen. Eine Zusammenfassung der Vortragsinhalte kann hier heruntergeladen werden: Auch für sich selbst ein gutes Herz haben.

Intensive Auseinandersetzung und praktische Impulse boten dann die zahlreichen fachlichen und persönlichkeitsbildenden Workshops am Nachmittag. Einige Erkenntnisse dieser Workshops sind auf den Abschlussplakaten zusammengefasst, die unter folgendem Link zu finden sind: Ernteplakate.

Neben der Vorträge und Workshops bot die Tagung die Möglichkeit verschiedenste Anlaufstellen für PädagogInnen und Familien in Kärnten kennenzulernen. Unter anderem dabei waren die AEH (Ambulante Erziehungshilfe), Frühförderung der AVS, Frühe Hilfen, Kinderschutzzentren Kärnten, Kinder- und Jugendanwaltschaft Kärnten, Verein Kärntner Kindermalschule, Gewerkschaften uvm. Eine Seite mit allen Kontaktadressen steht hier zu Verfügung: Netzwerke in Kärnten.

In vielen Gesprächen und Rückmeldungen zeigte sich, dass die Pädagoginnen und Pädagogen neue Handlungsfreiräume für sich entdecken konnten und wir freuen uns, wenn Impulse der Tagung in der Praxis ankommen. Gleichzeitig wurde die Notwendigkeit verbesserter Rahmenbedingungen für den elementarpädagogischen Bereich deutlich formuliert, wie wir sie auch als BEBEK seit Jahren fordern.

Ein großes Danke nochmals an alle, die zum Erfolg der Tagung beigetragen haben: unseren Kooperationspartnern (IBB, BAfEP, PH Kärnten, FH Kärnten) und Referentinnen, den Ausstellerinnen und Helferinnen, den Hausmeistern, dem exzellentem Bio-Catering von Elisabeth Thaler (http://www.tischleindeckdich.co.at) und vor allem all den interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Ein paar Impressionen der Tagung, fotografiert von unserem Fotograf Patrick Connor Klopf: